Vitamin-D-Mangel und sekundärer Hyperparathyreoidismus im Ruhrgebiet (Nordrhein-Westfalen/Deutschland)
Upon Vitamin D Deficiency and Secondary Hyperparathyroidism in the Ruhr County (North-Rhine-Westphalia/Germany)
Autoren J. Mahlstedt, D. Moka
Institut Gemeinschafts Praxen Radiologie/Nuklearmedizin, Essen
Schlüsselwörter
●▶ Vitamin-D-Unterversorgung ●▶ Vitamin-D-Mangel ●▶ sekundärer Hyperparathyreoidismus
Zusammenfassung:
Bei 2 500 unausgewählten Patienten einer nuklearmedizinischen Praxis im Ruhrgebiet wurde 25-(OH)-Vitamin-D-Unterversorgung (25– 75 nmol/l) festgestellt bei Residenten/Immigranten in 55,6/30,1 % und -Mangel ( < 25 nmol/l) bei 35,1/65,2 %. Dementsprechend fanden sich erhöhte iPTH-Werte ( > 65 pg/ml) im Sinne des sekundären Hyperparathyreoidismus bei Residenten/Immigranten in 37/43,5 %. Diese Abweichungen von der gewohnten Norm waren ausgeprägter bei > 73 kg Körpergewicht. Vitamin-D-Mangel wirkt sich wegen seiner endokrinen (Ca-Stoffwechsel) und autokrinen/parakrinen Effekte (Muskelkraft, Infektresistenz, Wundheilung, Immunsystem usw.) auf die Entwicklung der Körpergewebe sehr ungünstig aus, sodass die Patienten zuerst auf die sinnvolle Nutzung des Sonnenlichtes aufmerksam gemacht werden müssen. Dafür wurden Informationsschriften in allen relevanten Sprachen entwickelt. Zur medikamentösen Substitution im Sinne der Prävention sind 1000–2000 IE Vitamin D3/Tag erforderlich, die Dosierung ist bei gesunden Menschen nach derzeitiger Expertenmeinung unbedenklich. Für die volle Prävention ist nach diesen Daten für das Ruhrgebiet ein 25-(OH)-Vitamin-D-Wert von >100 nmol/l erforderlich.
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