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Prostatafrüherkennung

Generelles

In Deutschland erkranken über 50.000 Männer im Jahr an Prostatakrebs. Die Wahrscheinlichkeit, den Krebs mittels Digitaler Rektaler Untersuchung in einem noch heilbaren Stadium zu entdecken, liegt bei ca. 25 %. Die Wahrscheinlichkeit der rechtzeitigen Tumorentdeckung durch eine Endorektale Ultraschalluntersuchung beläuft sich auf ca. 54 %. Der Aussagewert eines positiven PSA-Wertes im Screening ist äußerst fehlerbehaftet. Die Prostata-Früherkennung mittels MRT hingegen liefert räumlich hochauflösende Diagnostik und dank Spektroskopie tumorspezifische Analysen auf molekularer Ebene und erlaubt damit Diagnosen mit nahezu 98 % Sicherheit.

 


 


Radiologische Untersuchung

Mit der digital-rektalen Untersuchung kann ein erfahrener Untersucher bereits die Verdachtsdiagnose stellen, da der Tastbefund typisch ist. Allerdings werden so die selteneren Tumoren der vorderen Organregionen unter Umständen übersehen und allgemein erst recht fortgeschrittene Stadien erkannt.

Genauere Lokalisation und Größenbestimmung erlaubt die Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonografie oder auch Endo-Sonographie genannt). Tumoren ab 10 mm Durchmesser können damit zuverlässig gefunden werden, kleinere jedoch nur zu etwa 20 %. Die Magnetresonanztomographie hat sich dem transrektalen Ultraschall als etwa gleichwertig erwiesen, ist jedoch wesentlich aufwändiger und kostenintensiver in der Durchführung. Der Primärtumor stellt sich in T2-Gewichtung in der MRT als umschriebene dunkle Region mit relativ heller Umgebungszone dar.

Des Weiteren etabliert sich immer mehr die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18F-Cholin (radioaktiv markierter Tracer). Vor allem mittels 18F-Cholin PET/CT kann zuverlässig Prostatakrebs-Gewebe von benigner Hyperplasie, chronischer Prostatitis und gesundem Prostata-Gewebe differenziert werden, wobei auch hier die Anwendererfahrung eine wesentliche Rolle spielt.

 

Der Prostata-Scan ist sinnvoll für alle Männer,

  • bei denen eine Prostata-Biopsie geplant ist. Eine Gewebeentnahme aus der Prostata zu diagnostischen Zwecken stellt nicht nur einen risikobehafteten Eingriff dar, sondern die Biopsie ist in ihrer Aussagekraft nicht immer zuverlässig: Ca. 30% der vorhandenen Prostatakarzinome werden trotz großzügiger Gewebeentnahme nicht entdeckt.
  • die das 50ste Lebensjahr überschritten haben. Regelmäßige Untersuchungen der Prostata nach neuesten medizinisch-technischen Standards in Kooperation mit Urologen erlauben die Diagnostik im Frühstadium.
  • in deren Familien Prostatakrebs-Erkrankungen vorkommen (familiäre Disposition).

 

 

Themenbereich

radiologie

 
 

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