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Oberste EU-Behörde und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) fordern ergänzende Präventionsmassnahmen

Als Folge der neuen Erkenntnisse und nach Auswertung von mehr als 2.000 Studien kam die Europäische Umweltagentur (EEA) als höchste Umweltbehörde der EU im November 2007 zu der offiziellen Feststellung, dass Mobilfunkstrahlung und Handys unterhalb der geltenden gesetzlichen Grenzwerte Effekte in menschlichen Zellen auslösen. EEA Direktorin Prof. McGlade: „Sie stören Zellprozesse, den Signalaustausch zwischen Zellen. Wenn das über einen langen Zeitraum passiert, können diese Störungen natürlich zu Langzeiteffekten wie Krebs führen. Und das sind die Effekte, die uns am meisten beunruhigen.“ Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schloss sich mit seiner Empfehlung an, dass „die Grenzwerte durch geeignete Vorsorgemaßnahmen ergänzt werden müssen“.

Es besteht kein Zweifel, dass die magnetische Komponente der elektromagnetischen Wellen verschiedenste Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Es gibt jedoch aktuell noch keine Langzeitstudien, die beweisen würden, ab welcher Dauerbelastung genau definierte Folgeschäden zu erwarten sind. Dazu ist die Zeitspanne seit flächendeckender Einführung der verschiedenen Funktechnologien einfach noch zu kurz. Doch nur weil der Beobachtungszeitraum zu kurz ist, bedeutet dies nicht, dass keine Effekte auftreten. Das Thema Rauchen und Lungenkrebs ist hierzu das allgemein bekannte Beispiel aus der Vergangenheit. Die wissenschaftliche und epidemiologische Evidenz besser vorsichtig mit den neuartigen Funktechnologien um zu gehen, wird nach dem Vorsorgeprinzip (precautionary principle) immer wichtiger und drängender. Weiterführende wissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse hierzu sind in dem englischsprachigen Report der http://www.bioinitiative.org/ vom 31. August 2007, ebenso wie im Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2007 Environmental Health Criteria 238 (2007): Extremely Low Frequency (ELF) Fields
WHO, Geneva, Switzerland, ISBN 978-92-4-157238-5; sowie in dem deutschsprachigen Übersichtsartikel Präventivmedizin bei elektromagnetischen Belastungen von C. Bärtels, F. Mosler / journal of preventive medicine 4 (2008) 70 – 79 nach zu lesen.

 

 

Themenbereich

präventionsmedizin

 
 

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